Seit Mai 2025 und noch bis 26. Oktober 2025 zeigt der Fachbe­reich Kultur der Stadt Hof die Fotogra­fie-Ausstel­lung „Gemein­sam“ in der Freiheitshalle.

Inter­es­sier­ten bietet sich die Möglich­keit, zu drei Termi­nen an Sonder­füh­run­gen durch die Ausstel­lung teilzu­neh­men. Peter Nürmber­ger – ehema­li­ger Kultur­amts­lei­ter der Stadt Hof – führt am Sonntag, dem 21.09., 28.09. und 05.10.2025 jeweils ab 17:00 Uhr durch die Ausstel­lung. Eine Voranmel­dung ist nicht nötig.

Im Anschluss an die Sonder­füh­run­gen zeigt das Hofer Central-Kino Filme, die das Thema Fotogra­fie ins Zentrum stellen.
DIE FOTOGRAFIN“ (Ellen Kuras, 2023), „DAS SALZ DER ERDE“ (Wim Wenders, Julia­no Ribei­ro Salga­do, 2014) und „IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT“ (Aelrun Goette, 2022) zeugen in beein­dru­cken­der Art und Weise von der Leiden­schaft für die Kamera und Liebe zur Fotografie.

 

Die Tickets für die Filme sind für je 7,00 Euro im Central-Kino erhältlich.

 

Termin­über­sicht:

Sonntag, 21.09.2025             

17:00 Uhr  Sonder­füh­rung durch die Ausstel­lung in der Freiheitshalle
19:00 Uhr  Filmvor­füh­rung „DIE FOTOGRAFIN“ im Central-Kino

 

Sonntag, 28.09.2025       

17:00 Uhr  Sonder­füh­rung durch die Ausstel­lung in der Freiheitshalle
19:00 Uhr  Filmvor­füh­rung „DAS SALZ DER ERDE“ im Central-Kino

 

Sonntag, 05.10.2025   

17:00 Uhr  Sonder­füh­rung durch die Ausstel­lung in der Freiheitshalle
19:00 Uhr  Filmvor­füh­rung „IN EINEM LAND, DAS ES NICHT MEHR GIBT“ im Central-Kino

 


 

Ute und Werner Mahler sind zwei der heraus­ra­gends­ten deutschen Fotogra­fen, die zur DDR-Zeit zu den stilprä­gen­den Fotogra­fen des Ostens zählten und heute wie damals ihre humanis­ti­sche Sicht auf die Welt in inten­si­ven Fotopro­jek­ten reali­sie­ren. Nach der Wende haben sie die Fotogra­fen­agen­tur OSTKREUZ in Berlin mitbe­grün­det. Aus der Agentur ging die OSTKREUZSCHULE FÜR FOTOGRAFIE hervor, eine der wichtigs­ten Ausbil­dungs­stät­ten für Dokumen­tar­fo­to­gra­fie, künst­le­ri­sche Fotogra­fie und Fotojour­na­lis­mus in Deutschland.
Hof reiht sich mit dieser Ausstel­lung ein in die Reihe der renom­mier­tes­ten Häuser, die schon Gastge­ber für Ute und Werner Mahler waren wie beispiels­wei­se 2014 Deich­tor­hal­len Hamburg, 2016 Gropi­us Bau Berlin, 2020 Kunst­hal­le Rostock, 2024 Kunst­hal­le Erfurt, 2024 C/O Berlin.

Die Hofer Ausstel­lung zeigt in großfor­ma­ti­gen Drucken 50 Arbei­ten aus den Werkgrup­pen „Wo die Welt zu Ende war“, „Monali­sen der Vorstäd­te“„Die seltsa­men Tage“ und „Mode FAZ-Magazin“.

Monalisen der Vorstädte©Ute und Werner Mahler_Adda_Reykjavik_2008
Monali­sen der Vorstäd­te, © Ute und Werner Mahler

Ute und Werner Mahler gehör­ten zu den wichtigs­ten Fotogra­fen der DDR-Modezeit­schrift „Sibyl­le“ und prägten so auch deren inter­na­tio­na­les Renom­mee. Nicht zuletzt durch die Mahler-Aufnah­men galt das von 1956 bis 1995 erschie­ne­ne Blatt als „Vogue des Ostens“.

 

In Zusam­men­ar­beit mit dem Central-Kino Hof wird eine Reihe von Filmen gezeigt, die Fotogra­fie oder Fotograf:innen zum Thema haben. Der Gedan­ke hierzu entstand durch den Film „In einem Land, das es nicht mehr gibt“ von Aelrun Goette, der bei den Inter­na­tio­na­len Hofer Filmta­gen 2022 urauf­ge­führt wurde und fiktiv, aber mit durch­aus realis­ti­schem Hinter­grund einen Blick auf Mode und Modejour­na­lis­mus in der DDR wirft. Weite­re Filme mit oder über Fotograf:innen ergän­zen die Serie.
Die Werkgrup­pe „Wo die Welt zu Ende war“ wirft 21 Jahre nach dem Mauer­fall einen Blick auf die ehema­li­ge inner­deut­sche Grenze. Damals bilde­ten 1378 Kilome­ter Grenz­zäu­ne und Stachel­draht, Solda­ten mit Schieß­be­fehl sowie über lange Jahre Minen­fel­der und Selbst­schuss­an­la­gen eine Grenze, die das Land und die Landschaft teilte. Heute ist daraus ein einzig­ar­ti­ges Biotop für Pflan­zen und Tiere gewor­den, die sich in dem Gebiet ungestört entwi­ckeln konnten. Sicht­bar wird der Kontrast zwischen der wilden, ungezähm­ten Landschaft und den wenigen noch erhal­te­nen Spuren der Grenz­an­la­gen. Eine Mischung aus Natur und menschen­ge­mach­tem Schrecken.

 

Wo die Welt zu Ende war©Ute und Werner Mahler_2012
Wo die Welt zu Ende war, © Ute und Werner Mahler

Auch in unmit­tel­ba­rer Nachbar­schaft Hofs entstand bei Ullitz eine der Aufnah­men. Der Ausstel­lungs­ti­tel verweist im ersten Moment auf die Zusam­men­ar­beit von Ute und Werner Mahler. Doch „Gemein­sam“ kann auch meinen, dass Grenzen mensch­li­chem Tun entsprin­gen und nicht ewig sind.

 

Das Kultur­amt der Stadt Hof setzt mit dieser Ausstel­lung die 2012 mit Barba­ra Klemm begon­ne­ne inten­si­ve Beschäf­ti­gung mit dem Medium Fotogra­fie fort.

Gezeigt wurden in dieser Zeit: Stefan Moses (2013), Matthi­as Ley (2013), Fotogrup­pe des LfU (2013), Helge Kirch­ber­ger (2014), Willi und Reinhard Feldrapp (2014), Thomas Hoepker (2014), KH. W. Steckelings | Heidi Innmann (2015), Jacques Sehy (2016), Presse­fo­to Bayern (2016), Chris­ti­an Höhn (2019), Isolde Ohlbaum (2019), Subjek­ti­ve CGI (2019), Moritz Holfel­der (2020), Micha­el Friedel (2022), Bořivoj Hořínek (2023), Micha­el und Heinrich Jostmei­er (2024).

Dass nun mit Ute und Werner Mahler ein Fotogra­fen­paar mit enger Zusam­men­ar­beit und doch jeweils eigener Handschrift und eigener Karrie­re zu sehen ist, darf als ein beson­de­rer Höhepunkt betrach­tet werden. Die beiden Fotokünst­ler wurden erst 2023 mit dem Kultur­preis der Deutschen Gesell­schaft für Photo­gra­phie (DGPh), dem höchs­ten Preis auf diesem Gebiet, ausgezeichnet.

Die Ausstel­lung wird unter­stützt von der Sparkas­se Hochfranken.

Veranstalter
Stadt Hof, Fachbereich Kultur, Tel. 09281 / 8152101, E-Mail: kultur@stadt-hof.de

Foto
© Ute und Werner Mahler

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