Werke

Tzvi Avni
„Prayer“ für Streichorchester
Ludwig van Beethoven
Klavier­kon­zert Nr. 3 c‑Moll op. 37
Antonín Dvořák
Sympho­nie Nr. 7 d‑Moll op. 70

 

Klavier Marie-Ange Nguci
Dirigen­tin Bar Avni

 

Konzert­ein­füh­rung 18.30 Uhr

 

Konzert­sä­le können Kraft­or­te sein. Manch­mal werden sie zu Räumen der inneren Zwiespra­che. Andäch­tig wie in einem Gebets­raum sitzen wir da, wenn wir Musik hören, ohne dass uns jemand zum Gebet einla­den würde oder dass wir uns zu irgend­ei­nem Glauben zu beken­nen hätten.

 

Zur Einstim­mung in dieses Programm hören wir gemein­sam ein musika­li­sches Gebet, das kurze „Prayer“ des 1927 in Saarbrü­cken gebore­nen Tzvi Avni. 1935 wander­te er ins heuti­ge Israel aus, wo er zu einem wichti­gen Kompo­nis­ten seiner neuen Heimat wurde.

 

Marie-Ange Nguci ist die Solis­tin, die im Anschluss Beetho­vens Klavier­kon­zert Nr. 3 in der Tonart c‑Moll für uns spielen wird, die für Beetho­ven so bedeut­sam war; in c‑Moll steht zum Beispiel auch seine fünfte Symphonie.

 

In Albani­en aufge­wach­sen, studier­te Marie-Ange Nguci in Paris, seit sie dreizehn war. In Wien studier­te sie Orches­ter­di­ri­gie­ren. An der City Univer­si­ty of New York wurde sie mit achtzehn für ein Promo­ti­ons­stu­di­um zugelas­sen. Außer­dem hat sie einen Master of Business Adminis­tra­ti­on in Kultur­ma­nage­ment. Als Solis­tin gastiert sie bei wichti­gen Orches­tern auf mehre­ren Konti­nen­ten, beispiels­wei­se beim NHK Sympho­ny Orches­tra Tokyo, Konzert­haus­or­ches­ter Berlin, Orchest­re Sympho­ni­que de Montré­al oder beim Sydney Sympho­ny Orchestra.

 

Das Konzert Nr. 3 ist ein „typischer Beetho­ven“: Der lange Kopfsatz bleibt spannend bis zum Schluss. Es ist fast zum Nieder­knien, wie Beetho­ven nach der Kadenz den Einsatz des Orches­ters einfä­delt. Und plötz­lich finden wir uns in der Coda wieder: Schema F kannte er gut. Also machte er es besser.
Der zweite Satz ist dem Vorigen ganz entrückt und beginnt harmo­nisch weit entfernt. Wie aus einer anderen Welt. Solche Kontras­te schenkt uns Beetho­ven ja in vielen seiner Werke.
Als Finale hören wir dann ein kraft­vol­les Rondo. Es ist zupackend, abwechs­lungs­reich und kurzweilig.

 

Wenig lieblich ist anschlie­ßend im Vergleich zu berühm­te­ren Werken Dvořáks 7. Sympho­nie – zumin­dest gleich im ersten Satz, mit seinen kanti­gen Gesten, die an die Wucht Beetho­vens erinnern. Umso weicher und sanfter kommt das Seiten­the­ma daher – walzer­ar­tig. Dieser Kopfsatz ist ebenso reich an Klang­far­ben wie an charak­te­ris­ti­schen Gesten.
Einen stimmungs­vol­len Kontra­punkt zur wuchti­gen Pracht des ersten setzt nachher der ruhige zweite Satz. Einen schwel­ge­ri­schen Tanz bietet der dritte. Ein drama­ti­sches Finale setzt den Schlusspunkt.

 

Die Leitung dieses Konzerts hat die in Israel gebore­ne Dirigen­tin Bar Avni – die übrigens nicht mit dem Kompo­nis­ten Tzvi Avni verwandt ist. Sie wurde ursprüng­lich als Schlag­zeu­ge­rin ausge­bil­det. 2024 gewann sie den Wettbe­werb La Maestra in Paris, fünf Sonder­prei­se inbegriffen.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Valentine Chauvin

Johnys! Bar

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95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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