Werke

Felix Mendels­sohn Bartholdy
Die Hebri­den op. 26
Robert Schumann
Cello­kon­zert a‑Moll op. 129
Ludwig van Beethoven
Sympho­nie Nr. 6 F‑Dur op. 68 „Pasto­ra­le“

 

Violon­cel­lo Anne Gasti­nel
Dirigent David Reiland

 

Konzert­ein­füh­rung
mit Schüle­rin­nen und Schülern des Jean-Paul-Gymnasiums
18.30 Uhr

 

Im Anschluss an das Konzert:
Ausklang: Nachge­fragt
mit David Reiland im oberen Festsaalfoyer

 

Fast meint man es zu hören und zu spüren: das Wasser am Anfang von Mendels­sohns „Hebri­den“, wenn Bratschen, Celli und Fagott ihr fließen­des Eingangs­the­ma spielen und dabei den wohltu­en­den Rhyth­mus der Wellen vor unser inneres Auge zeichnen.

 

Die Hebri­den sind eine Insel­grup­pe nordwest­lich vor Schott­land. Im August 1829 statte­te Mendels­sohn dieser Gegend einen Besuch ab. Und noch vor Ort skizzier­te er das erwähn­te Wellen­the­ma auf ein paar Noten­zei­len in einem Brief. Viel mehr schrieb er nicht. Er war seekrank. Dass man das der Ouver­tü­re nicht anhört, liegt daran, dass der Rest des Stücks in einem länge­ren Kompo­si­ti­ons­pro­zess entstand. In Itali­en arbei­te­te er weiter daran. Frühe Auffüh­run­gen gab es unter anderem in London (1832) und Berlin (1833).

 

Von 1833 bis 1835 war Mendels­sohn Musik­di­rek­tor in Düssel­dorf. Sein unmit­tel­ba­rer Nachfol­ger war Julius Rietz. Nach ihm kam Ferdi­nand Hiller. 1850 übernahm Robert Schumann dieses Amt.

 

In seinem ersten Jahr als Düssel­dor­fer Musik­di­rek­tor schrieb Schumann mit leich­ter Hand sein Cello­kon­zert inner­halb von 14 Tagen im Oktober. Er schuf damit einen Klassi­ker des Reper­toires. Es ist ein lyrisches, gefühl­vol­les und manch­mal fast verletz­li­ches Stück, mit schwe­ben­den Melodien und langen Linien. Virtu­os ist dieses Konzert auch, aber durch die Hintertür.

 

Solis­tin ist die franzö­si­sche Cellis­tin Anne Gasti­nel, die erstmals bei uns spielt. Sie ist hierzu­lan­de vielleicht eine eher Unbekann­te. Aber ihr Lebens­lauf spricht für sich: Mit elf Jahren wurde sie am natio­na­len Konser­va­to­ri­um in Lyon aufge­nom­men. Sie lernte weiter bei Yo-Yo Ma, Janós Starker und Paul Tortelier. Sie gewann Preise bei hochran­gi­gen Wettbe­wer­ben. Seit 30 Jahren konzer­tiert sie auf mehre­ren Konti­nen­ten. Sie arbei­tet als Profes­so­rin und als führen­des Mitglied verschie­de­ner Wettbewerbsjurys.

 

Die Leitung des Konzerts hat David Reiland, der in Brüssel und Paris studier­te. Er hatte Chefpos­ten in Europa und Korea inne. Als „Schumann­gast“ arbei­tet er mit den Düssel­dor­fer Sympho­ni­kern. Seit 2023 ist er Profes­sor für Orches­ter­di­ri­gie­ren am König­li­chen Konser­va­to­ri­um in Lüttich.

 

Die zweite Konzert­hälf­te gehört Ludwig van Beetho­ven, der vor 200 Jahren gestor­ben ist. Er war ein vielsei­ti­ges Genie, an dem sich Genera­tio­nen von Kompo­nis­ten nach ihm abarbei­te­ten – Mendels­sohn und Schumann inbegriffen.

 

Die „Pasto­ra­le“ ist ein Stück voller Natur­lau­te und musika­li­scher Antistress­mo­men­te. Im Konzert­saal erklärt es sich wie von selbst, zum Beispiel mit sprechen­den Satzan­ga­ben: „Erwachen heite­rer Empfin­dun­gen bei der Ankunft auf dem Lande“, „Szene am Bach“, „Lusti­ges Zusam­men­sein der Landleu­te“, „Gewit­ter, Sturm“, „Hirten­ge­sang. Frohe und dankba­re Gefüh­le nach dem Sturm“.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Jean-Baptiste Millot

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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