Werke

Pjotr I. Tschaikowsky
Violin­kon­zert D‑Dur op. 35
Maurice Ravel
„Ma Mère l’Oye“ Ballettsuite
Henri Dutil­leux
„Le Loup“ Ballettmusik

 

Violi­ne Josef Špaček
Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel

 

Konzert­ein­füh­rung 18:30 Uhr im oberen Festsaalfoyer

 

Gibt es ein glanz­vol­le­res Violinkonzert?
Der Kopfsatz dauert eine kleine, aber schöne Ewigkeit. Tschai­kow­sky lässt ihn langsam begin­nen. Bald steigt die Spannung, aber nur für einen Moment. Dann steigt die Geige ein und singt. Klang­präch­ti­ge Melodien konnte Tschai­kow­sky aus dem Ärmel schüt­teln wie kaum ein Zweiter.

 

Aber man täusche sich nicht: Dieses Stück hat es auch technisch ganz schön in sich. Als Tschai­kow­sky es dem Solis­ten der geplan­ten Urauf­füh­rung vorleg­te, bezeich­ne­te der es als unspiel­bar. Es dauer­te dann etwas, bis es doch zu ersten Auffüh­run­gen kam. Heute gehört es zu den zentra­len Stücken des Solore­per­toires. Es ist nur deswe­gen nicht häufi­ger im Konzert­saal zu hören, weil es so viele Violin­kon­zer­te gibt.

 

Den Solopart übernimmt Josef Špaček, unser Fokus­künst­ler in der laufen­den Spiel­zeit. Er wird uns noch in einem weite­ren Sympho­nie­kon­zert beehren. Außer­dem gibt er in Hof eine Master­class. Bis 2019/2020 war er Konzert­meis­ter der Tsche­chi­schen Philhar­mo­nie, der jüngs­te, den dieses Orches­ter je hatte. Seither konzen­triert er sich auf seine Sololauf­bahn. Wir können es Ihnen nur wärms­tens ans Herz legen, diesen großar­ti­gen, sehr gefrag­ten Solis­ten nicht zu verpas­sen. Für Tschai­kow­skys Violin­kon­zert bringt er die Athle­tik mit, aber auch das Gespür für Farben und Zwischentöne.

 

Nach dem Violin­kon­zert hören wir mit Ravels Ballett­suite „Ma Mère l’Oye“ („Meine Mutter Gans“) eine Kompo­si­ti­on, die inhalt­lich auf eine Märchen­samm­lung Charles Perraults zurück­geht. Fürs Hören ist das fast zweit­ran­gig. Ravel war ein Virtuo­se des Orches­ter­klangs, ein Zaube­rer der leisen Töne, die eine hefti­ge Kraft entwi­ckeln können.

 

Wer zu wissen meint, wie ein Sympho­nie­or­ches­ter klingt, wird von Ravels Musik manch­mal überrascht und vielleicht sogar aufs Schöns­te eines Besse­ren belehrt. Und wer Lust hat, zum ersten Mal ins Konzert zu gehen, für den bieten spannen­de Werke wie dieses von Ravel die ideale Gelegenheit.

 

Legen­där für seine Langsam­keit war der Kompo­nist Henri Dutil­leux, ein Lands­mann Ravels, der für seine Klang­kunst vielleicht noch berühm­ter wurde als Ravel selbst. Dutil­leux ließ sich Zeit beim Kompo­nie­ren. Davon wusste man. Und man warte­te gerne auf seine wie Diaman­ten geschlif­fe­nen Kompo­si­tio­nen. 97 Jahre wurde Dutil­leux alt. Er starb 2013 in Paris.

 

Le Loup“ ist ein frühes, damals höchst erfolg­rei­ches Werk. Im Grunde ist es eine Verto­nung eines Stoffs um „Die Schöne und das Biest“. „Le Loup“ ist außer­dem ein Geheim­tipp unseres Chefdi­ri­gen­ten Marti­jn Dendie­vel. Von ihm ist die Fassung, die wir unter seiner Leitung für Sie spielen.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Radovan Subin

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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