Werke

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier, Violi­ne, Violon­cel­lo und Orches­ter C‑Dur op. 56
Franz Schubert
Sympho­nie Nr. 8 C‑Dur D. 944 „Die Große“

 

Klavier Can Çakmur
Violi­ne David Castro-Balbi
Violon­cel­lo Alexand­re Castro-Balbi
Dirigent Johan­nes Wildner

 

Konzert­ein­füh­rung 18:30 Uhr im oberen Festsaalfoyer

 

Sich selbst neu erfin­den, das konnte Beetho­ven. Er hat es immer wieder getan. Auch seinem Tripel­kon­zert hört man das an – selbst unter Beetho­vens Werken ist es ein Überra­schungs­ei, schon von der Beset­zung her.

 

Dazu kommt der charak­te­ris­ti­sche Ton dieses Konzerts: Der Kopfsatz klingt lieblich, jeden­falls für Beetho­vens Verhält­nis­se. Der Mittel­satz ist schwe­re­los. Und allein für den Übergang vom zweiten in den dritten Satz lohnt es sich, in unser Konzert zu gehen.

 

Als Solis­ten begrü­ßen wir den Pianis­ten Can Çakmur, den Geiger David Castro-Balbi und den Cellis­ten Alexand­re Castro-Balbi. Alle drei sind inter­na­tio­nal tätige Solis­ten und vielfach preis­ge­krön­te Virtuo­sen, die ihre Laufbahn schon in sehr jungen Jahren begannen.

 

Bei Johan­nes Wildner wissen wir dieses Programm in den besten Händen. Er ist seit vielen Jahren ein belieb­ter Gast in Hof. Er hat über 100 CDs, DVDs und Videos aufge­nom­men. Bis 2023 war er Profes­sor für Orches­ter­di­ri­gie­ren in Wien.

 

Ebendort brach­te Ludwig van Beetho­ven im Jahr 1824 seine Sympho­nie Nr. 9 zur Urauf­füh­rung. Für Schubert, der Beetho­ven sehr verehr­te, war das ein beson­de­rer Anstoß. Wohl ab 1825 kompo­nier­te er seine groß angeleg­te Sympho­nie in C‑Dur, die aller­dings erst spät öffent­lich aufge­führt wurde. Über zehn Jahre nach Schuberts Tod war es Felix Mendels­sohn Barthol­dy, der sie in Leipzig der Öffent­lich­keit vorstellte.

 

Der erste Satz beginnt mit einem selbst­si­che­ren Hornruf. Hat Brahms sich in seinem zweiten Klavier­kon­zert, das wir im 1. Sympho­nie­kon­zert gespielt haben, von Schubert etwas abgeschaut? Im Kopfsatz von Schuberts Sympho­nie ist der Hornruf eine Geste, die Ruhe und Spannung verspricht. Sie ist beim Hören im weite­ren Verlauf gut wieder­erkenn­bar. Es scheint sich sogar schon in diesen ersten Tönen und Takten die große Dimen­si­on abzuzeich­nen, auf die Schubert in dieser Sympho­nie erfolg­reich zielt.
Wie ein langer, stili­sier­ter Sonntags­spa­zier­gang bei aller­schöns­tem Wetter klingt der zweite Satz, ein Andan­te con moto (gehend, bewegt).
Das Scher­zo schwelgt in Leich­tig­keit, als ob nichts die gute Stimmung jemals trüben könnte. Schubert erlaubt sich hier viel Wohlklang und federn­de Tanzme­lo­dien, von denen man sich beim Hören weit davon­tra­gen lassen kann.
Mit einer erst leisen, dann explo­si­ven Orches­ter­fan­fa­re beginnt der vierte Satz. Er entwi­ckelt eine Energie, die der Kraft Beetho­ven­scher Spannungs­ver­läu­fe in nichts nachsteht. Und trotz­dem findet Schubert immer wieder Zeit für ein paar liedhaf­te Passa­gen. Wie er das macht? Hören Sie selbst …

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Lukas Beck

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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