Werke

Mathil­de Wantenaar
Meander
William Walton
Violakonzert
Edward Elgar
Enigma-Varia­tio­nen op. 36

 

Viola Sara Ferrández
Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel

 

Konzert­ein­füh­rung
18.30 Uhr

Fluss­mä­an­der sind Ornamen­te der Entschleu­ni­gung. Statt dass der Fluss sich gerad­li­nig den kürzes­ten Weg sucht, schlän­gelt er sich gemüt­lich durch die Gegend und verleiht in seinen großen und kleinen Schlei­fen sich selbst und der ihn umgeben­den Natur einen beson­de­ren Reiz.

 

Der in Amster­dam gebore­nen jungen Kompo­nis­tin Mathil­de Wanten­aar war danach, einen Fluss zu kompo­nie­ren. Inspi­riert fühlte sie sich von der zuneh­men­den Kraft der verschie­den schnell dahin­flie­ßen­den Strömung, die den mäandern­den Fluss­lauf neu ausrich­tet, sobald sich das Wasser außer­halb der gemüt­li­chen Fluss­schlei­fen plötz­lich kraft­voll neue Wege erschließt. Mathil­de Wanten­aars „Meander“ ist ein atmosphä­ri­sches Stück für das innere Auge geworden.

 

Nach diesem Natur­bild einer inter­na­tio­nal renom­mier­ten jungen Kompo­nis­tin freuen wir uns auf Sara Ferrán­dez, geboren 1995 in Madrid, die im Alter von drei Jahren begann, Viola zu spielen. Mit dreizehn ging sie an die Escue­la Superi­or de Música Reina Sofia in Madrid. An der Hochschu­le für Musik Hanns Eisler in Berlin studier­te sie anschlie­ßend bei keiner Gerin­ge­ren als der Bratschis­tin Tabea Zimmermann.

 

Im Gepäck hat sie mit dem Viola­kon­zert von William Walton einen moder­nen Klassi­ker des Reper­toires. Walton hat damit ein State­ment in einer ganz eigenen Tonspra­che komponiert:
Der langsa­me Kopfsatz hat Pathos, Schmelz und eine leicht schwer­mü­ti­ge Melodik. Der zweite ist überra­schend virtu­os und schnell. Er hat einen so starken Groove, dass man eigent­lich gar nicht still­sit­zen will. Der dritte Satz ist elegan­ter, leicht­fü­ßi­ger, und wie das ganze Konzert eigen und eingän­gig gleichermaßen.

 

Zum Zeitpunkt der Urauf­füh­rung von Waltons Viola­kon­zert im Jahr 1929 war Elgar in Großbri­tan­ni­en und weit darüber hinaus als der natio­na­le Kompo­nist des Landes etabliert. Man kannte ihn zum Beispiel als den Schöp­fer von Stücken wie dem ersten Marsch aus „Pomp and Circumstance“.

 

Bereits aus dem Jahr 1899 stammen die Enigma-Varia­tio­nen. In jeder charak­te­ri­siert Elgar eine Person seines näheren Umfelds: seine Ehefrau, Musiker­freun­de, die letzte Varia­ti­on stellt Elgar selbst dar. Die raffi­nier­te Musik dieser Varia­tio­nen ist traum­haft schön.

 

Ein Wunder­stück ist die Varia­ti­on mit dem biblisch inspi­rier­ten Titel Nimrod auf Elgars Freund August Jaeger. Es ist Musik, die in ihrer Schön­heit über sich selbst hinaus­wächst und als einzel­ner Satz selbst aus den Enigma-Varia­tio­nen noch einmal heraus­sticht. Die Nimrod-Varia­ti­on ist seit langer Zeit beim Publi­kum eins der am meisten gelieb­ten Stücke Elgars überhaupt.

 

Am Pult steht wieder Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Clara Evens

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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