Nach dem erfolg­rei­chen Auftakt der „Hofer Gesprä­che“ mit dem Publi­zis­ten und Psycho­lo­gen Ahmad Mansour im vergan­ge­nen Jahr setzen der Deutsch-Israe­li­sche Freun­des­kreis Hofer Land und Prof. Dr. Reinhard Merkel ihre gemein­sa­me Veran­stal­tungs­rei­he fort.

 

Am Mittwoch, 23. Septem­ber 2026, ist nun der Journa­list und Publi­zist Ulf Posch­ardt zu Gast. Unter dem Titel “Ein Bürger­tum, das nicht kämpft, ist kein Bürger­tum” wird er sich mit aktuel­len inter­na­tio­na­len Entwick­lun­gen, dem politi­schen und gesell­schaft­li­chen Gesche­hen in Deutsch­land sowie den Auswir­kun­gen auf den öffent­li­chen Diskurs auseinandersetzen.

 

Im Anschluss an den Vortrag folgt – ganz im Stil der „Hofer Gesprä­che“ – eine rund 45-minüti­ge Gesprächs­run­de. Gesprächs­part­ner sind der renom­mier­te Straf­recht­ler, Rechts­phi­lo­soph und Mitglied des Deutsch-Israe­li­schen Freun­des­krei­ses Prof. Dr. Reinhard Merkel sowie der Landtags­ab­ge­ord­ne­te Kristan von Walden­fels. Die Modera­ti­on der Veran­stal­tung übernimmt Rainer Krauß.

 

Bewusst ein Gast mit Ecken und Kanten

Mit Ulf Posch­ardt hat der Freun­des­kreis einen Gast einge­la­den, der polari­siert. Als langjäh­ri­ger Journa­list, ehema­li­ger Chefre­dak­teur und Heraus­ge­ber der WELT sowie als Autor gehört Posch­ardt zu den profi­lier­tes­ten und zugleich umstrit­tens­ten Stimmen der deutschen Medien­land­schaft. Er hat sich in den vergan­ge­nen Jahren mit mehre­ren politi­schen und gesell­schaft­li­chen Sachbü­chern einen Namen gemacht. In seinen jüngs­ten Veröf­fent­li­chun­gen setzt er sich kritisch mit dem Zustand der deutschen Debat­ten­kul­tur sowie mit Politik, Medien und gesell­schaft­li­chen Milieus ausein­an­der. In Shitbür­ger­tum (2025) beschreibt er aus seiner Perspek­ti­ve eine Haltung, die von Morali­sie­rung, Konfor­mi­täts­druck und einer zuneh­men­den Einschrän­kung offener Diskus­sio­nen geprägt ist. Mit Bückbür­ger­tum (2026) knüpft er an diese Überle­gun­gen an und kriti­siert insbe­son­de­re eine verbrei­te­te Bereit­schaft, sich politi­schen oder gesell­schaft­li­chen Mehrheits­mei­nun­gen anzupas­sen, anstatt Wider­spruch zu wagen.

 

Beide Bücher wurden inten­siv disku­tiert und stießen sowohl auf Zustim­mung als auch auf deutli­che Kritik. Befür­wor­ter sehen darin einen wichti­gen Beitrag zur Debat­te über Meinungs­frei­heit und gesell­schaft­li­che Entwick­lung, während Kriti­ker den Werken eine zugespitz­te Argumen­ta­ti­on und pauscha­le Urtei­le über bestimm­te gesell­schaft­li­che Gruppen vorwer­fen. Unabhän­gig von der Bewer­tung gehören Posch­ardts Bücher zu den vielbe­ach­te­ten Beiträ­gen der aktuel­len politi­schen Publi­zis­tik in Deutschland.

 

Gerade darin sieht der Deutsch-Israe­li­sche Freun­des­kreis den Wert seiner Einla­dung: „Die ‘Hofer Gesprä­che’ sollen kein Ort sein, an dem ausschließ­li­che Positio­nen bestä­tigt werden, die ohnehin alle teilen. Wir möchten Persön­lich­kei­ten einla­den, die zum Nachden­ken anregen und mitun­ter auch schon einmal kontro­ver­se Diskus­sio­nen auslö­sen. Ulf Posch­ardt gehört zweifel­los zu diesen Stimmen. Gerade seine klare Haltung zu Antise­mi­tis­mus, zur Vertei­di­gung Israels und zur Bedeu­tung der libera­len Demokra­tie macht ihn für unsere Veran­stal­tungs­rei­he zu einem inter­es­san­ten Gesprächs­part­ner“, erklärt Dr. Gisela Strunz vom Deutsch-Israe­li­schen Freun­des­kreis Hofer Land.

 

Mit den „Hofer Gesprä­chen“ holt der Freun­des­kreis Persön­lich­kei­ten nach Hof, die eine beson­de­re Bezie­hung zu Israel oder zum jüdischen Leben in Deutsch­land haben und aktuel­le gesell­schaft­li­che Entwick­lun­gen aus unter­schied­li­chen Perspek­ti­ven beleuchten.

Eintritt für einen guten Zweck

Der Eintritt beträgt 7 Euro. Die Einnah­men dienen der Deckung der Saalmie­te sowie der Unter­stüt­zung der Arbeit des Deutsch-Israe­li­schen Freun­des­krei­ses Hofer Land. Karten sind ausschließ­lich an der Abend­kas­se erhältlich.

Veranstalter
Deutsch-Israelischer Freundeskreis Hofer Land

Foto
© Martin U.K. Lengemann/WELT

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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