Werke

Louise Farrenc
Ouver­tü­re Nr. 2 Es-Dur op. 24
Hector Berli­oz
Les nuits d’été op. 7
Robert Schumann
Sympho­nie Nr. 2 C‑Dur op. 61

 

Tenor Ian Bostridge
Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel

 

Konzert­ein­füh­rung
18.30 Uhr

 

Zum Abschluss unserer Saison begrü­ßen wir einen Weltstar bei uns: Ian Bostridge gastiert regel­mä­ßig auf mehre­ren Konti­nen­ten. Wien, Salzburg, München, Amster­dam, Edinburgh, New York und viele weite­re Städte stehen norma­ler­wei­se in seinem Termin­ka­len­der. Zuletzt gastier­te er unter anderem in Rom, Paris, Florenz und St. Louis. Wir hatten Glück, dass wir ihn für ein Konzert bei den Hofer Sympho­ni­kern engagie­ren konnten!

 

Auf unserem Programm: „Les nuits d’été“ von Hector Berli­oz. Der franzö­si­sche Titel heißt übersetzt „Die Sommer­näch­te“. Insge­samt ist es ein kleiner Zyklus von sechs zarten Liedern mit Orches­ter in kleiner Beset­zung. Die Lieder sind fein instru­men­tier­te Kostbar­kei­ten, leicht wie ein facet­ten­rei­cher Roséwein, erfri­schend in der Sommerhitze.

 

Dabei haben die Texte dieser betören­den Lieder zumeist gar nichts mit dem Sommer zu tun – zumin­dest auf den ersten Blick. Das erste Lied handelt vom Frühling, das folgen­de von einer Rose am Busen einer tanzen­den Frau. Nachher hören wir gar eine Fried­hofs­sze­ne. Und zwischen­durch geht es um Liebes­sehn­sucht und Trennungs­schmerz, symbo­li­siert durch die Weite des Meeres.
Auf einer symbo­li­schen Ebene ergibt diese thema­ti­sche Bandbrei­te aber durch­aus Sinn. Irgend­wann legt sich über jeden Sommer die Melan­cho­lie: Auch die schöns­ten Sommer­ta­ge werden einmal zu Ende gehen. Umso mehr genie­ßen wir den Moment mit allen Sinnen und lassen die Gedan­ken schweifen.

 

Die Ouver­tü­re zu unserem Konzert stammt von Louise Farrenc. Ihrem Schaf­fen widmen wir uns in Hof nicht zum ersten Mal. Sie war eine Ausnah­me­erschei­nung im Paris des 19. Jahrhun­derts und wurde als Kompo­nis­tin, Musik­wis­sen­schaft­le­rin, Pianis­tin und Klavier­pro­fes­so­rin zu einer führen­den Figur im Pariser Musik­le­ben ihrer Zeit – die auch die Zeit von Berli­oz und Schumann war.

 

Wer sich auf alte Gewiss­hei­ten nicht verlas­sen will, muss den Mut haben, für einen Moment ins Ungewis­se zu schau­en. Robert Schumann hatte diesen Mut, zum Beispiel als er sich daran machte, die Sympho­nie zu kompo­nie­ren, die wir heute als seine Zweite kennen. Auf Wunsch von Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendie­vel haben wir sie ins Programm gesetzt. Und wir spielen sie gerne für Sie.

 

Für Schumann war das Stück ein Befrei­ungs­schlag nach Jahren der persön­li­chen, gesund­heit­li­chen und kompo­si­to­ri­schen Krise. Man hört der Sympho­nie das Suchen an, aber auch das Finden und die Erleich­te­rung darüber, schon im leicht­fü­ßi­gen Scher­zo – und noch mehr im jubeln­den Finale: Schumann hatte endlich einen neuen Weg gefun­den, der Sympho­nie, wie er sie verstand, eine sinnfäl­li­ge Form zu geben.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Marco Borggreve

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

SKY & DAZN Sportsbar

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