Werke

Rued Langgaard
Polarstjernen
Rued Langgaard
Upaaag­te­de Morgenstjerner
Carl Nielsen
Klari­net­ten­kon­zert op. 57
Jean Sibel­i­us
Sympho­nie Nr. 4 a‑Moll op. 63

 

Klari­net­te Anneli­en Van Wauwe
Dirigent Hermann Bäumer

 

Konzert­ein­füh­rung 18:30 Uhr im oberen Festsaalfoyer

 

Am Abend des 28. Juli 1949 wurde in den Gärten von Frede­riks­berg (Kopen­ha­gen) Rued Langgaards Stück „Polarst­jer­nen“ urauf­ge­führt. Keine schlech­te Art, seinen Geburts­tag zu feiern, muss sich der Kompo­nist gedacht haben, der an diesem Tag 56 Jahre alt wurde. Als er in den Gärten ankam, hatte er anschei­nend Blumen dabei. Außer­dem trug er einen großen Hut.

 

Wie sich der Dirigent Ove Peters weiter erinnert, lag Rued Langgaard während der Urauf­füh­rung seines Stücks im Gras und genoss das schöne Wetter. Der Kompo­nist war in diesem Moment wahrschein­lich in hygge­li­ger Stimmung. „Die Hygge“ ist ein Wort, das heute im Dänischen Wohlbe­fin­den bedeu­tet. Als Lebens­prin­zip ist es längst auch in Deutsch­land beliebt gewor­den: Wer in hygge­li­ger Stimmung ist, hat sich etwas Gutes getan, fühlt sich wohl und hat es gemütlich.

 

Nach dem Bläser­stück „Polarst­jer­nen“ hören wir eine Kompo­si­ti­on für Streich­or­ches­ter: „Upaaag­te­de Morgen­st­jer­ner“, was übersetzt so viel bedeu­tet wie unbeach­te­te Morgen­ster­ne. Es ist ein heime­lig-eingän­gi­ger Satz aus Langgaards 14. Sympho­nie, weich im Klang, roman­tisch und wunder­bar zum Träumen.

 

Mit Carl Nielsens Klari­net­ten­kon­zert folgt im Anschluss einer der moder­nen Klassi­ker des Reper­toires. Nielsen schrieb es 1928 für den Klari­net­tis­ten des Kopen­ha­ge­ner Bläser­quin­tetts, Aage Oxenvad, der es im Jahr der Kompo­si­ti­on urauf­führ­te: „Oxenvads Klang­fül­le ist“, so schrieb ein Rezen­sent, „gleich­ge­stimmt mit den Trollen und Riesen, und er hat Seele, eine stämmi­ge, ursprüng­li­che Kraft, gemischt mit naiver dänischer Milde.“

 

Das zuwei­len kanti­ge Konzert gilt ein Stück weit als Charak­ter­stu­die des Urauf­füh­rungs­so­lis­ten. Umso gespann­ter werden wir zuhören, wie die aus Belgi­en stammen­de Anneli­en Van Wauwe diese Kompo­si­ti­on mit Leben füllt. Ihr Spiel wurde für die Wärme und seine lyrischen Quali­tä­ten sehr gelobt. Sie gewann 2012 einen 2. Preis beim ARD-Musik­wett­be­werb in München und nach einem Borlet­ti-Buito­ni Trust Award 2018 einen OPUS KLASSIK für ihr Debüt-Album „Belle époque“ 2020. Sie unter­rich­tet am König­li­chen Konser­va­to­ri­um in Den Haag.

 

Wir freuen uns, dass Hermann Bäumer dieses Konzert leiten wird. Er ist unserer frühe­rer Conduc­tor in Residence. Sie kennen ihn! Seit 2025/2026 ist er Musik­di­rek­tor der Prager Staatsoper.

 

Im zweiten Teil dieses Konzert­pro­gramms dirigiert er die vierte Sympho­nie von Jean Sibel­i­us. Das ist ein überra­schen­des, karges und spannungs­vol­les Stück. Es ist das Dokument einer inneren Krise des Kompo­nis­ten, das aber auch die Wider­stands­kraft und Resili­enz angesichts von Widrig­kei­ten kulti­viert, wie sie das Leben nun einmal leider mit sich bringen kann.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Joëlle van Autreve

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95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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