Werke
Johan­nes Brahms
Klavier­kon­zert Nr. 2 B‑Dur op. 83
Pjotr I. Tschaikowsky
Sympho­nie Nr. 6 h‑Moll op. 74 „Pathé­tique“

 

Klavier Herbert Schuch
Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel

 

Konzert­ein­füh­rung 18:30 Uhr im oberen Festsaalfoyer

 

Selbst­si­cher­heit, aus der Erfah­rung spricht: ein schlich­ter Hornruf, wie aus der Ferne; darauf antwor­tet stimmig das Klavier. In aller Ruhe. So beginnt das zweite Klavier­kon­zert von Johan­nes Brahms. Als Solist konnten wir Herbert Schuch gewin­nen, der beide Klavier­kon­zer­te von Brahms kürzlich auf CD einge­spielt hat. Die Leitung des Konzerts hat Chefdi­ri­gent Marti­jn Dendievel.

 

Die Geste der Souve­rä­ni­tät, mit der Brahms sein zweites Klavier­kon­zert begin­nen lässt, war hart erkämpft. Mit seinem ersten Klavier­kon­zert tat er sich über Jahre schwer. Die Mühe war es wert. Dieses mitrei­ßen­de, ja aufwüh­len­de Konzert haben wir im Febru­ar 2026 für Sie gespielt. Fabian Müller war der Solist. Wir waren selbst überrascht vom großen Erfolg dieses Konzerts!

 

Bei der Kompo­si­ti­on seines zweiten Klavier­kon­zerts schöpf­te Brahms aus der Erfah­rung. Man kann das hören. Das zweite wurde ganz anders als Brahms’ erstes. Es ist aber genau­so beliebt. Hören Sie, wie gefühl­voll Brahms das zu Beginn kompo­niert hat: Es ist eine einfa­che, einpräg­sa­me Geste, die noch große Wucht entwi­ckeln wird.
Später erleben wir außer dem Klavier auch ein solis­ti­sches Cello: Die innige Cellome­lo­die im dritten Satz entfal­tet lange Spannungs­bö­gen. Das könnte auch Filmmu­sik zu nostal­gisch kolorier­ten Bildern sein. Im Finale wird es leicht­fü­ßig und schwel­ge­risch. Auch das konnte Brahms, der im persön­li­chen Umgang eher trocken und durch­aus reizbar war.

 

Tschai­kow­sky schätz­te seinen deutschen Kolle­gen nicht beson­ders; vielleicht war er ihm einfach fremd. Er war ein anderer Charak­ter als Brahms. Tschai­kow­sky war im Umgang nobel und gewin­nend. Er teilte aber mit Brahms einen Hang zur Melancholie.

 

Auch mit Tschai­kow­skys Sympho­nie Nr. 6 nehmen wir einen Faden aus den vergan­ge­nen Spiel­zei­ten wieder auf. Zuletzt haben wir Tschai­kow­skys Vierte und seine Fünfte gespielt. Jetzt führen wir die Sechs­te auf, seine letzte Sympho­nie, deren Urauf­füh­rung er noch selbst dirigiert hat. Neun Tage später ist er gestorben.

Die „Pathé­tique“ gehört zu den Spitzen­wer­ken der sympho­ni­schen Musik­ge­schich­te. Sie ist die wichtigs­te von Tschai­kow­skys drei späten Sympho­nien. Wie die beiden anderen hat auch sie eine Art existen­zi­el­les Programm. Im Fall der Sechs­ten endet es tragisch: Der Schluss­satz der Sympho­nie ist ein erschüt­tern­des Adagio.
Damit ist aber eigent­lich gar nicht unbedingt gesagt, ob die Tragik dieser großen Kompo­si­ti­on am Ende entschei­dend ist. Zu auffäl­lig sind die Schön­hei­ten des Kopfsat­zes und die spitz­bü­bisch leich­ten Mittel­sät­ze: der dufti­ge Tanzsatz im 5/4‑Takt und das wild dahin­wir­beln­de Scherzo.

Tickets sind im Karten­bü­ro der Hofer Sympho­ni­ker (Kloster­stra­ße 9–11, Tel. 09281/7200–29) und unter www.hofer-symphoniker.de erhältlich. 

Veranstalter
Hofer Symphoniker

Foto
© Felix Broede

Johnys! Bar

Kulmba­cher Str. 4
95030 Hof

Mo – Sa ab 18 Uhr geöffnet

An Bundes­li­ga-Samsta­gen ab 15:30 Uhr

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